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Nach meiner Ausbildung in der Fachschule für gestaltendes Metallhandwerk, Studienaufenthalte im Ausland, erfolgte die Weiterbildung in einer privaten Kunstschule und in der Schule für Gestaltung in Zürich.

Am Anfang prägte mich der Phantastische Realismus der Wiener Schule. Bilder aus dieser Periode zeigte ich in einer Einzelausstellung für Raum und Kunst in Hamburg.

>>Bild: World Spirit<<

>>Bild: Music Bird<<


Dazwischen folgte die Familienphase doch die Malerei wurde fortgesetzt.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich mein eigener Stil. Die Symbolik ist geblieben und auch die Freude an kräftigen Farben in Öl und Acryl.

Einführung von Dr. Elisabeth und Gerhard Brandhofer zur Ausstellung in der Galerie Hohl in Zürich:

>>Link: Galerie Claudine Hohl<<

>>Bild: Galerie Claudine Hohl<<

 

Edith Hagger ist im Aufbruch.

>>Bild: Aufbruch<<

Ihre neueren Bilder verleugnen die früher dominanteren Farben – Gelb, Weiss, Blau – nicht wirklich, aber variieren und verändern sie, das Rot drängt markanter durch, das Weiss präsentiert sich in neuen Kombinationen neben den dunklen Elementen. Themen und Strukturen sind weitergeführt, verdichtet, manchmal auch wieder aufgebrochen.
In Zwischenphasen legen sich Schatten über die Farbigkeit – eigene Schatten ängstigen, es braucht Mut, solch dunkle Räume zu betreten, doch wenn du wie in

>>Bild: Begegnung mit einem Schamanen<<

es wagst, die Schatten wahrzunehmen, dich den Bedrohungen unbewusst-bewusst zu stellen, dann ereignet sich Veränderung, ist Transzendenz möglich.


>>Bild: Black Angel<<

erinnert an ein früheres Motiv und stellt doch neue Fragen: Was liegt in den Seelenräumen, zwischen Schatten und Licht, zwischen Fühlen, Denken und Handeln? Die Einheit der Gegensätze wird immer wieder von Edith Hagger thematisiert. Beide, Licht und Schatten, bedingen einander, und erst die Vereinigung beider und wiederum das Sprengen der Fesseln durch die Kraft der Helle führen zu Lösung und Erlösung. Aufbruch.
Strukturen sind im Fluss, denen Faltungen, Verflechtungen Widerstand bieten und doch einer Veränderung entgegendrängen.
Dann werden Farben und Texturen wieder klarer, der Stich eindeutiger, gleichsam gebändigt und als ob Halt vonnöten wäre – und dennoch wird man als Betrachterin nicht festgelegt.
In einzelnen Bildern wird das Figürliche manifest. «Betrachten – Begleiten» vermittelt Aufmerksamkeit, Konzentration, sanfte Ernsthaftigkeit, Zuwendung.
Es ist wie Fliessen in eine Richtung, auf etwas zu, auf eine Art und Weise, dass man gerne das Zentrum wäre dieser Zuwendung. Das Bild als Form der Empathie, die eine hohe Stimmigkeit erreicht in der Balance von Nähe und Distanz.
Feinschichtiger ist wieder der Farbauftrag, wie oft auch in den neuesten Werken, verinnerlicht und verfeinert – nur um dann doch wieder mächtig durchzubrechen (vgl. Bild zur Einladung). Wie Einschlüsse von Vulkanen drängt es Farbigkeit und Emotion heraus und herauf, Eruption, aufbrechende Entfaltung. Die Enge soll geweitet werden, sprengt Farben frei bis in die ruhigeren Aussenzonen.

>>Bild: Zurück zu den Wurzeln<<

schafft eine Berührung und Verbindung von Gegensätzen, aus denen etwas Neues sich formt. Auch wird die Spannung getragen von der reinen Farbigkeit als Gegenüber zu Farbverbindungen, gemischten Farben; weiss-blaue Szenerien begegnen roter Kraft mit schwarzen Gründen.
Wie immer wieder in den Bildern von der Künstlerin kommt Bewegung aus dem Zentrum, aus Brennpunkten, die zuerst noch kryptisch erscheinen, geheimnisvoll und manchmal spröde sich öffnend, fast noch unvollzogen. Auch schält sich Figürliches aus organischen Strukturen, etwas das Halt und Kraft geben könnte und geben wird, auch wenn es erst die Ahnung bringt. Es strebt nach Helligkeit und Klarheit, es erlaubt Optimismus.
Bewegung ist spürbar, die in alle Richtungen wirkt. Ein Hineinnehmen und Aufnehmen und gleichzeitig ein Wachsen aus dem Zentrum. Die Frage nach dem Unten und Oben, nach links und rechts löst sich auf, weil Auseinander, Zueinander, Miteinander so stimmig sind. Wo liegen nun die Wurzeln?
Klare Konturen, die sich in Licht auflösen wollen, birgt auch das Werk von Edith Hagger, das wir

>>Bild: Ins Licht gehen<<

nennen würden. Im Zentrum liegen noch Geheimnisse, gebettet in organische Strukturen, die darauf warten, durch-sichtig zu werden. Erinnerung an Dunkles verbirgt sich in Helligkeiten, hinein verwoben ist die Strahlkraft und Intensität der Farben – deren Energie sich ausdehnt, sich neu konturiert, Räume weitet, aus Nischen in klare, helle Flächen fliesst. Klarheit und Transparenz nehmen zu beim Durchgang

>>Bild: Der Durchgang<<

durch die dunkle Ahnung, Spiegelung werfen neues Licht. Aufbruch kommt jederzeit!